Logopädie: Beruf und Arbeitsfelder

Logopädin / Logopäde

Beruf und Arbeitsfelder

Logopädinnen und Logopäden beschäftigen sich mit der Prävention, Beratung, Diagnostik und Therapie bei Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter.

Sie arbeiten in logopädischen oder interdisziplinären Praxen, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Krankenhäusern oder Rehabilitationskliniken.

Der Arbeitsalltag einer Logopädin/eines Logopäden besteht überwiegend aus der Patientenversorgung – sei es im Rahmen der Praxis oder im häuslichen Setting.

Zusätzlich werden Telefonate/Gespräche mit Ärzten, Angehörigen, Pflegern, Erziehern oder Lehrern geführt und Berichte an den behandelnden Arzt des jeweiligen Patienten nach Abschluss einer Verordnung verfasst.

In der logopädischen Praxis

In einer logopädischen Praxis werden in der Regel alle Störungsbilder und alle Altersgruppen – vom Kleinkind bis ins hohe Erwachsenenalter – behandelt.

 

Die Behandlung von Kindern

Kinder stellen sich häufig mit Artikulationsstörungen, Sprachenwicklungsverzögerungen oder –störungen, myofunktionellen Störungen oder Redeflussstörungen vor.

Seltener sind kindliche Stimmstörungen, Hörstörungen oder auch Schluckstörungen, bzw. Störungen der Nahrungsaufnahme.

Einige Störungsbilder setzen sich häufig bis ins Jugendalter fort, sodass Patienten in Intervallen über einen längeren Zeitraum begleitet werden.

 

Die Behandlung von Erwachsenen

Erwachsene, die sich in einer logopädischen Praxis vorstellen, leiden häufig unter:

  • Stimmstörungen
  • Störungen des Redeflusses
  • Sprach-, Sprech- und/oder Schluckstörungen aufgrund von neurologischen Erkrankungen (bspw. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Morbus Parkinson)

Die Therapie findet 1-5 mal wöchentlich statt. Die Dauer einer Therapiestunde beträgt 30-60 Minuten.

Ist die Mobilität des Patienten eingeschränkt, kann er auch im Rahmen eines Hausbesuches versorgt werden.

In einer interdisziplinären Praxis

Hier arbeiten neben Logopäden auch Ergo- und/oder Physiotherapeuten.

Der Vorteil besteht darin, dass sich die KollegInnen regelmäßig (z.B. innerhalb der Teamsitzungen)  und auch zwischendurch einmal austauschen können.

Die Patienten werden somit in Abstimmung mit den anderen Therapeuten ganzheitlich und ihren Bedürfnissen entsprechend behandelt und gefördert.

Auch sind kombinierte Behandlungen denkbar. Für die Patienten bedeutet das ggf. weniger Zeit- und Organisationsaufwand.

Für die Patienten bedeutet das einen großen Gewinn. Aus diesem Grunde schließen sich zunehmend Praxen zusammen.

Die Arbeit in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken

Nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma werden die Patienten zunächst im Krankenhaus aufgenommen und auf der Stroke-Unit (eine spezielle Organisationseinheit innerhalb eines Krankenhauses zur Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten) weiter betreut.

Dort beschäftigen sich Logopäden mit der Diagnostik der Sprach-, Sprech- und Schluckstörung.

Sie aktivieren z.B. erste sprachliche Äußerungen, trainieren das selbstständige Sprechen und Schreiben persönlicher Daten und entscheiden mit dem behandelnden Arzt über eine mögliche Kostanpassung oder gar eine Nahrungskarenz bei Schluckstörungen.

Stabilisiert sich der Zustand der Patienten, kommen sie in eine Rehabilitationseinrichtung, die auf die Behandlung neurologischer Erkrankungen spezialisiert ist.

Im Rahmen der logopädischen Therapie wird hochfrequent im Einzel- und Gruppensetting an der Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten und der Nahrungsaufnahme gearbeitet.

Die Therapie findet 1-5 mal wöchentlich statt. Die Dauer einer Therapiestunde beträgt 30-60 Minuten.

In Kitas und Schulen

Innerhalb der logopädischen Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung und/oder Schule führen Logopäden in Einzelsituationen logopädische Therapien durch und fördern in Kleingruppen sprachliche Fähigkeiten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Pädagogen und ErzieherInnen kann sprachförderndes Verhalten optimal in den KiTa- oder Schulalltag integriert werden.

Weitere Tätigkeitsgebiete

Neben den beschriebenen Tätigkeitsbereichen können Logopäden außerdem Informationsveranstaltungen und Schulungen für

a) Angehörige der beschriebenen Patientengruppen,

b) Patienten, Ärzte, Lehrer, Erzieher und Berufssprecher anbieten.

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